| Die erste Ausstellung in
2005 ist der Foto-Künstlerin Judith Samen gewidmet, die wir
mit großem Erfolg auf der letzte Art Cologne vorgestellt haben.
Neben den Fotografien werden in der Ausstellung auch die weniger
bekannten aber höchst interessanten Zeichnungen zu sehen sein.
„Judith Samen, bezeichnet ihre Porträtfotografien
eher als Bild oder Tafel, und betrachtet man Thema und Umsetzung
ihrer Arbeiten, ist diese Bezeichnung auch treffender. Denn die
Künstlerin bezieht sich auf ikonographische und kunsthistorische
Traditionen, zitiert Elemente aus bekannten Gemälden der niederländischen
Malerei und setzt ihre Modelle oft ähnlich in Position wie
Halbfiguren-Portraits des Barock.
Trotz äußerst formaler Strenge und Zeitenthobenheit haben
ihre bis ins Detail komponierten Fotografien immer etwas Lebensnahes,
oft fast Tragisch-Komisches.
Ähnliches gilt für ihre Zeichnungen, die Judith Samen
als die Basis ihres künstlerischen Werkes sieht. Jedem inszenierten
Foto gehen ein oder mehrere Studien voraus. Die Zeichnung ist in
ihrem Werk aber auch eigenständiges Medium und neben der zeitaufwendig
inszenierten Fotografie das spontanere direktere Ausdrucksmittel.“
Auszug aus: „Glaub’ an die Gnade von
Umriss und Farbe, in: Ausst.-Kat. „Acht Positionen zur Zeichnung“,
Museum Baden, Solingen 2003, S. 27-28.
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