Dieter Roth  
 
21.04.1930
geboren in Hannover; Vater Karl ist Schweizer, Mutter Vera Deutsche
1943
Umzug in die Schweiz, Roth beginnt Gedichte zu schreiben und fertigt erste Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle an
1947-51

Graphiker-Lehre in Bern

1954
erste Versuche mit Lebensmitteln; Spirale aus Brotteig – als Beitrag für einen Wettbewerb des Grafikerverbandes; erste Experimente mit Op Art; erste Rasterbilder und kinetische Objekte
1955
Arbeit als Textildesigner in Kopenhagen
1957
Umzug nach Reykjavik; erste Schmuckentwürfe
1961
Gründung des Möbelhauses Kùlan in Reykjavik; erste Kontakte zu Richard Hamilton. Letzte Beiträge zur Konkreten Poesie. Die erste Literaturwurst entsteht.
1963
Zusammenarbeit mit dem Verleger Hans Jörg Mayer, erste Schimmelbilder
1964
Ausstellung „snow“ am Museum College of Art in den USA; Lehrauftrag an der Yale University in New Haven; Kontakt zu Mitgliedern der Fluxusbewegung, wie Nam June Paik und George Brecht.
1965
Lehrauftrag an der Rhode Island School of Design in Providence; Experimente mit organischen Materialien, besonders im Bereich der Druckgrafik
(„Pressungen“ und „Quetschungen“)
1968
Roth unterrichtet an der Watford School of Art in London und an der Kunstakademie in Düsseldorf, Teilnahme an der documenta 4
1970/1971
Zusammenarbeit mit Stefan Werwerka und Richard Hamilton.
1973
Roth beginnt mit seiner „Sammlung flachen Abfalls“; Musikprojekt mit Gerhard Rühm und Oswald Wiener.
1977
Erste Schnellzeichnungen, die Speedy-Drawings entstehen. Ausstellung der „interfaces“ von Roth und Hamilton in New York; Teilnahme an der documenta 6
1978
In Zusammenarbeit mit Arnulf Rainer entsteht „Misch- und Trennkunst“. Weitere Musikprojekte mit Attersee, Nitsch, Rühm, Thomkins und Wiener.
1980
Verstärkte Zusammenarbeit mit Björn Roth; erste „Tischmatten“
1982
Roth gestaltet den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig mit seinem Filmwerk „Ein Tagebuch“, begleitend erscheint das Buch „A Diary“
1991
Gründung der Dieter Roth Foundation, in Hamburg; Roth inszeniert mit seinem „Schimmelmuseum“ eine Installation der Vergänglichkeit
1997
Die Filme „Soloszenen“ werden in Basel aufgeführt und 1999 im Rahmen der Biennale in Venedig erneut gezeigt
1998
Roth stirbt am 5. Juni in seinem Atelier in Basel an Herzversagen.
 
Unansehnlich Gemäldetes, 1976/78
Acryl, Farbkreide, Ölfarbe über Ölgemälde, 75 x 70 cm
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