Michael Burges
 
1954 geboren in Düsseldorf
1970 Kurzgeschichten, Lyrik, Zeichnungen
1971 Objekte, Experimentelle Musik
1973-74
Studium der Sozialwissenschaften, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
1974-84
Studium der Vergleichenden Religionswissenschaften,
Ethnologie und Indologie, M.A. Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
1977 Akustische Environments, Performances, Installationen
1981 Zusammenarbeit mit Douglas Swan, Studium der Malerei
seit 1983 Abstrakte Malerei
 

Die Bilder von Michael Burges haben ihren Ausgangspunkt in einem sehr strukturellen und systematisch-forschenden Umgang mit "klassischen"
Abstrakten Bildtechniken und malerischen Methoden, so dass es ihm gelingt,
auf ganz unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen Bildtypen, wie
z.B. den "Interference-paintings", den "Refraction-paintings" oder den "Wave-
paintings", die Interaktion von Farbe, Raum und Energie freizusetzen.

Burges faszinieren optisch-physikalische Phänomene wie Strahlungsenergien, Lichtreflexionen, Graviktationskräfte oder auch rythmisch-akustische Strukturen wie Interferenzen und Wellenbewegungen, die den Bildcharakter seiner all-over-artigen, komplexen Malerei bestimmen. Gerade in seiner jüngsten Werkgruppe, den "Virtual-scene-Bildern", bewegt sich Burges durch einen mehrschichtigen Bildaufbau und ein freies Spiel mit Farbmaterial und die Art des Farbauftrages (Rakeltechniken, Verwischungen, das Überlagern und Aufbrechen von Farbfeldern) auf einen Punkt zu, an dem die abstrakten Strukturen und Farbwelten in einer sublimen Verwandlung imaginäre Räumlichkeiten eröffnen. Diese lassen landschaftliche und architektonische Anmutungen zu, wie auch Assoziationen an imaginäre Szenerien und Bilder, die hinter den abstrakten Bildmustern erahnbar werden und doch gleichzeitig wieder auf sie zurückverweisen.

Text Ausstellungskatalog "New abstrakt painting - abstract painting now",
Museum Morsbroich Leverkusen, 2003, Text: Uta Riese


 

 

burges

 


Refraction Painting, 2004
Öl auf Holz
70 x 48 cm

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